Tomatentempel

Es ist geschafft – wir haben ein kleines Gewächshaus! Geliefert wurde es in Form von gefühlten 923 Einzelteilen in einem großen Karton. Zunächst musste ein Fundament geschaffen werden – da kamen wieder die 1m langen Kantensteine meiner Gartenvorgänger zu Ehren – darauf haben wir das Gewächshaus aufgebaut. Zum Teil bei kaltem, windigen, regnerischem Wetter, es war überhaupt kein Spaß… schwierig wurde es auch noch einmal, den automatischen Fensteröffner einzubauen.

Doch dann war es geschafft. Ohne meinen allerliebsten Erhard würde ich entweder noch heute fluchend vor mich hin schrauben oder ich wäre wieder mal viel zu ungeduldig gewesen und mir wäre alles über dem Kopf zusammen gestürzt.

DSC01532So sehen Sieger aus!

Und so sieht die Gartenecke jetzt aus:

DSC01531Ich habe angefangen, die Beete mit einer Umrandung auszustatten. Das Gras von den Wegen ist immer weiter auf die Beete vorgedrungen. Nun hoffe ich, dass sich die Kanten bald nicht mehr so zu sehen sind und sich trotzdem besser mähen lassen.

Was blüht im Garten? Die Krokusse sind schon Vergangenheit, nun sind die Osterglocken dran. Rote Taubnesseln, Moossteinbrech, Lungenkraut. Und Lonicera kamtschatica, von der ich zwei Sträuchlein gepflanzt habe, blüht auch schon.

Die Dicken Bohnen keimen, der Spinat ebenfalls, die ersten Zwiebelchen sind zu sehen, die ersten Erbsen auch. Der Rhabarber treibt, und die Erdbeeren bekommen neue Blätter. Die Schokominze wächst schon, Brennesseln habe ich schon geschnitten und trockne sie für Tee.

Zur Zeit ist es so kalt und regnerisch, wir hatten Graupelschauer…  Hoffentlich wird es bald wieder wärmer.

Noch ein Bild vom Fortschritt der Strauchpfingstrose:

DSC01533 Bis bald,

Erhama

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Dieser Eintrag wurde am 25. März 2014 veröffentlicht. Ein Kommentar

Ein wunderbarer Augenblick

Heute war ich allein im Garten, der Tag begann wolkig und dann begann es irgendwann wenig, später immer stärker zu regnen. Ich nutzte die Gelegenheit, meine Laube aufzuräumen und Winterdreck hinauszufegen. Damit war ich eine ganze Weile beschäftigt und fast fertig, als Erhard kam. Dann hörte es bald zu regnen auf, die dicke Wolke verzog sich und die Sonne kam heraus. Es war völlig windstill. Die Sonnenstrahlen wärmten alles, die Vögel zwitscherten einen vielstimmigen Chor, die Bienen starteten aus ihren Behausungen und summten um uns herum, und alles glänzte und glitzerte, als wären Diamanten verstreut.

Frühling

Nach dem letzten März – da hatten wir um diese Jahreszeit nochmal gut 25 cm Schnee und eisige Temperaturen – bin ich ja glücklich über den in diesem Jahr ausgebliebenen Winter. Die Sonne scheint, was das Zeug hält, das Thermometer steigt am Tage schon fast bis auf 20 Grad plus!

Nächste Woche soll das Wetter wieder „normaler“ werden, das heißt kühler, windiger und vor allem feuchter. Das ist auch dringend nötig, die ins Freiland gesäten Dicken Bohnen und der Spinat liegen in der staubtrockenen Erde rum und langweilen sich. Inzwischen sind im Garten Eden auch Schwarzwurzeln, Erbsen und Zwiebeln in der Erde.

Um eines der Beete habe ich begonnen, eine Umrandung aus Kräutern zu pflanzen. Habe mir dazu verschiedene Sachen im Internet bestellt, die ich noch mit selbstz gezogenen Pflanzen ergänzen möchte. Wenn die Pflanzen etwas größer sind, verspreche ich mir einen schönen Anblick und wunderbare Düfte davon.

2014-03-08 11.37.13Außerdem habe ich mit Erhards Hilfe den Regenablauf an der Laube neu gestaltet und das Wasser läuft nun in die Maurerkübel, die ich als Moorbeet gestaltet habe. Allerdings fehlen noch die Pflanzen dazu. Ich möchte unbedingt ein paar echte Wildheidelbeeren dorthin pflanzen und ausprobieren, ob die Früchte tragen.

Vor die Hecke im Hintergrund habe ich eine Hundsrose gepflanzt, die kann die kahl gewordenen stämme und Zweige gleich als Klettergrundlage benutzen. Links vor das Gerüst an der Laubenwand habe ich auch eine Kletterrose in Rosa (?) gesetzt, an die rechte Gerüstseite möchte ich eine weiße Clematis haben.

Auf dem Bild kann man erahnen, wie herrlich das Wetter zur Zeit hier ist. Natürlich strebt alles zur Entfaltung, wie hier die Strauchpfingstrose.

2014-03-08 11.37.55Und natürlich blühen allüberall die Krokusse, zart fliederfarbene und kräftig violette und gelbe…2014-03-08 11.38.12

 

Morgen gehts wieder raus in den Garten!

 

Machts gut

Erhama

 

Auch mal wieder hier…

Na, das wird aber auch wieder mal Zeit, hier einen Eintrag zu schreiben! Den ganzen Herbst und Winter habe ich vertrödelt und nun haben wir schon wieder Februar…

„Winter“ ist dieses Jahr ein dehnbarer Begriff. Gerade mal drei Tage hatten wir es richtig kalt, so mit Temperaturen um minus 15 Grad, dazu insgesamt etwa 14 Tage“Normalwinter“ mit Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt und ein paar Zentimeterchen Schnee, ansonsten war eigentlich die ganze Zeit über Frühling. Ich habe mich sogar verleiten lassen, mitten im Januar eine Kletterrose zu bestellen…

Ich habe in diesem Scheinwinter die Umgestaltung meines Regenwasser-Ablaufes vom Laubendach in Angriff genommen. Das Wasser lief durch ein angerostetes Fallrohr in eine aufgestellte häßlich-blaue Regentonne , wo es zur tödlichen Insektenfalle und gleichzeitig zum Mückenlarvenkindergarten wurde.

SAM_0866Hier auf dem Bild ist dieser Wasserablauf zu sehen. Die blaue Tonne haben wir schon mit grünem Kunststoff verkleidet, weil der Anblick ansonsten wirklich nicht auszuhalten war.

„Garten-Eden-tauglich“ ist diese Geschichte natürlich nicht. Was mir vorschwebte, war so eine Art Gerüst, über den das Regenrohr führen sollte, um das Wasser direkt in den Gartenteich zu leiten. Dagegen sprach die Tatsache, dass das Wasser in der Tonne immer sehr schwarz aussah und ich nicht wusste, welche bzw. wieviel gelöste Stoffe aus dem Kaltanstrich des Daches da drin waren.

Ich hoffe einfach mal, dass nun, gut 1 1/2 Jahre nach Aufbringen des Anstrichs, sich keine synthetischen Stoffe mehr daraus lösen…

 

Dann bin ich in meinem geliebten Garten-Pur-Forum auf einen Thread gestoßen, der den Bau eines Moorbeetes aus Maurerkübeln zeigte. Mir war sofort klar: so etwas will ich auch! Und das Wasser fürs künftige Moor soll aus der Dachrinne kommen!

2014-02-16 11.59.10Drei Maurerkübel hatten gerade Platz zwischen Teich und der Hecke zum Nachbargarten. Zunächst habe ich die unterschiedlichen Höhenniveaus festgelegt. Das Regenwasser wird dann in den oberen Kübel geleitet und kann dann durch die eingebauten Schlauchstücke in den jeweils darunter liegenden Kübel ablaufen. Aus dem unteren Kübel geht die Ableitung in den Teich.

In die Kübel hinein habe ich unterschiedlich große Plasteblumentöpfe umgedreht hineingestellt (und mit Drainagevlies abgedeckt) als Wasserreservoir. Aufgefüllt habe ich die Kübel dann mit Sand (aus der Tiefe des Gartens ans Tageslicht geschaufelt), vermischt mit kleingeschredderten Koniferenästen und Nadeln. Die sollen für das saure Milieu im Moorbeet sorgen. Mit etwas Teichwasser habe ich das Substrat eingeschwemmt, die Zwischenräume zwischen den Kübeln gefüllt, die Kübel mit Jutegewebe verkleidet und dann schon etwas „natürliche“ Dekoration in Form von Steinen, Totholz und einem alten Stubben verteilt.

2014-02-16 13.11.27 - KopieDamit der Regen nicht den noch losen Sand wegspült, habe ich noch kleine Lebensbaumzweige auf die sensiblen Stellen verteilt. Wenn das Ganze dann bepflanzt ist, wird es wohl recht natürlich aussehen.

Als Hintergrund, dort, wo jetzt die kahlen Koniferenstämme der Hecke zu sehen sind, will ich die schon erwähnte Kletterrose pflanzen (sie soll praktisch die Hecke als Klettergerüst nutzen). Nach langem Hin und Her und Beratung mit der Forumsgemeinde habe ich mich für „Cupido“ entschieden, eine Sorte mit weißer, ungefüllter Blüte und großen Hagebutten als Herbstdekoration.

 

Nun muss ich mich dran machen und das Holz für das Regenrinnengerüst streichen… Ich mag Anstreichen nicht sonderlich…

Ich kann mich allerdings damit trösten, dass der Garten schon einige untrügliche Anzeichen für den kommenden Frühling zeigt. Eins davon habe ich im Bild festgehalten.

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Mit dem festen Vorsatz, hier wieder regelmäßig zu schreiben, mach ich für heute dann mal Schluß.

Bis bald, Erhama

Spätsommer

Nun liegt der Sommer schon wieder auf der Zielgeraden. Ich hatte drei herrliche Wochen Urlaub und war fast täglich im Garten, das eine oder andere war eben immer zu tun. Alle Kartoffeln im Garten Eden sind inzwischen geerntet, darunter auch die „Blauen Schweden“, mit deren Ertrag ich sehr zufrieden bin und die wundervoll schmecken.

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Wenn man sie als Pellkartoffeln kocht und gleich die Schale von den heißen Kartoffeln abzieht, bekommt man Knollen mit einer wundervollen Farbe. Auf dem Teller mit anderen bunten Sachen sieht es einfach toll aus.

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Nebenbei ernte ich immer noch Buschbohnen, auch die Stangenbohnen sind jetzt soweit, und ich denke, bals kann ich auch die ersten Ackerbohnen abpflücken. Was ich damit machen werde, weiß ich auch noch nicht wirklich, probieren will ich sie auf jeden Fall. Und dann hat natürlich der Tomatenwahnsinn eingesetzt. Es ist beinahe schon eine Erleichterung, dass ein Teil meiner „Blondköpfchen“ ein Opfer der Krautfäule geworden ist, diese Mengen kleiner gelber Tomatchen wären uns sicher über den Kopf gewachsen. Dazu gibts die ebenfalls kleinen, aber aromatischen Wildtomaten aus der Sonnengärtnerei (http://www.sonnengaertnerei.de/), die aber leider schnell aufplatzen. Dann habe ich noch „Roter Apfel“, eine fleischige rote Tomate, die ganz gut schmeckt, und Black Plum“, die ganz gut tragen, aber vom Aroma eher enttäuschend sind.

 

Gestern habe ich mich kurzentschlossen dran gemacht, das Hochbeet über der ehemaligen Friedhofshecke noch einmal umzugestalten. Ich möchte es noch höher aufschütten in der Art einer Kräuterspirale, oben mit eher magerem kalkhaltigen Boden auffüllen und dort ein paar Sachen pflanzen, die mir sonst unterzugehen drohen: das  Bergbohnenkraut aus dem Elemente-Garten, das Heiligenkraut, eventuell noch einen Salbei… Mal sehen.

Ich habe dazu ein paar Gehwegplatten aufrecht stehend eingegraben. Begehbar wird das Ganze über ebenfalls aufrecht stehende Aststücke meiner diversen abgesägten Bäume.

SAM_1494 Wenn es fertig ist, sollte von den Gehwegplatten nichts mehr und von den Holzteilen nur noch die Oberfläche zu sehen sein. Und die Pflanzen werden dann hoffentlich auch die eigenwilligen Ecken überdecken. Der untere Teil wird mit humusreicher Gartenerde und Kompost aufgefüllt und steht dann weiter als Gemüseanbaufläche oder für ein paar Stauden zur Verfügung.

 

Ansonsten sind jetzt schon die ersten leeren Beete zu sehen…SAM_1495

Mein Sellerie steht prächtig, nicht ganz so prächtig der dazu gepflanzte Rosenkohl, der nicht richtig in die Höhe gekommen ist dank ein paar gefräßiger Raupen unbekannter Art.

Und hier noch ein paar Bilder vom Tomatenwahnsinn:

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Die angeberische „Black Plum“

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und rechts ein kleiner Einblick in die „Blondköpfchen“-Fülle.

 

Aber der absolute Clou kommt unten: Die weltweit erste Tannentomate

: )  : )   : )   : )   : )

 

 

 

 

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Da guggst Du, Alda, wa?

Machts gut bis bald, Erhama

Gartenzustandsbericht

Ich merke schon, dass ich eine verdammt nachlässige Schreiberin geworden bin. Es hat sicher damit zu tun, dass ich derzeit im Garten keine größeren Projekte zu laufen habe – sondern so etwas wie Gartenalltag eingekehrt ist. Unkraut jäten, gießen – es war ein verdammt trockener Juli dieses Jahr. Und Ernten verarbeiten – Erdbeeren, Johannisbeeren, Rhabarber, Erbsen, Bohnen und herrliche Kartoffeln – und zu allem Überfluss noch geschätzte fünf Kilogramm geschenkte Sauerkirschen.

Auch Honig haben wir bereits geerntet – Guerilla beekeeping oder: die Honigpiraten…

Aber am meisten Spaß macht es doch, einfach nur durch den Garten zu wandeln und sich zu freuen. Deshalb nehme ich Euch heute mit auf einen Rundgang und lasse Bilder sprechen.

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So, nun habe ich alle möglichen Bilder gleich mit einem Mal hoch geladen – mal sehen, wie das im Beitrag dann aussieht.

Draußen ist grad ein mächtiges Gewitter in Gang. Ich hoffe, dass die derzeitige Tropenhitze etwas nachlässt und ich mal wieder ohne Schwitzattacken schlafen kann.

Gute Nacht allerseits!

wünscht Erhama

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